Reallöhne in Berlin und Brandenburg steigen – und bleiben dennoch unter Bundesdurchschnitt
Reallöhne legen zu – vor allem durch moderaten Preisanstieg
Im ersten Quartal 2025 stiegen die Reallöhne in Berlin um 2,1 % und in Brandenburg um 2,0 %. Der Grund: Die Nominallöhne wuchsen deutlich stärker als die Verbraucherpreise: +4,2 % in Berlin und +4,3 % in Brandenburg, während die Inflation mit +2,0 % (Berlin) bzw. +2,3 % (Brandenburg) moderat ausfiel. Besonders im Dienstleistungsbereich legten die Löhne in Berlin mit +4,3 % spürbar zu.
Die positive Reallohnentwicklung stärkt damit grundsätzlich die Mietzahlungsfähigkeit vieler Haushalte – ein wichtiger Faktor bei der Beurteilung von Mieterhöhungspotenzialen.
Verfügbares Einkommen 2023: Berlin wächst am stärksten – bleibt aber unter dem Bundesschnitt
Für das Jahr 2023 weist das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg in einer aktuellen Mitteilung ein nominales Plus von 6,8 % beim Pro-Kopf-Einkommen in Berlin aus – der höchste Anstieg bundesweit. Brandenburg lag mit +5,6 % leicht unter dem Bundesschnitt. In absoluten Zahlen stehen den privaten Haushalten in Berlin durchschnittlich 26.209 EUR und in Brandenburg 26.440 EUR jährlich zur Verfügung – rund 92 % des Bundesdurchschnitts (28.452 EUR). Trotz spürbarer Einkommenszuwächse bleibt die Region demnach weiterhin unter dem Bundesniveau.
Ein Grund: Steuer- und Soziallast hoch – besonders in Berlin
In Berlin standen den Haushalten nach Abzug von Abgaben und Steuern rund 81 % des Primäreinkommens für den privaten Verbrauch zur Verfügung. Die Hauptstadt weist damit nach Abzug von Steuern und Abgaben eine deutlich niedrigere Nettoquote als Brandenburg (92 %) auf. Das bedeutet: Ein größerer Teil des Einkommens fließt in Berlin an den Staat, was individuelle Spielräume für Konsum- und Lebenshaltungskosten einschränkt.
Hier gelangen Sie zu den Meldungen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg zur Entwicklung der Reallöhne und zum verfügbaren Einkommen.