Bevölkerungsentwicklung in Berlin 2024: Wachstum durch Zuwanderung, aber anhaltender demografischer Wandel
Auch in 2024 verzeichnete Berlin eine anhaltende Zuwanderung und einen neuen Bevölkerungshöchststand. Die Zahl deutscher Staatsbürger ist dabei insgesamt leicht rückläufig. Gleichzeitig wächst die Zahl der Hochbetagten. Ein Überblick über die wichtigsten demografischen Trends der Hauptstadtregion und aktuellen Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
- Einwohnerwachstum 2024: +0,5 % auf 3.897.145 Personen (neuer Höchststand).
- Anstieg der ausländischen Bevölkerung: +2,7 % auf 971.878 Personen (Anteil 24,9 %).
- Deutsche Staatsangehörige: Rückgang um knapp 6.500 Personen, aber weniger stark als in den Vorjahren – u.a. durch beschleunigte Einbürgerungen (+25.000).
- Demografischer Wandel:
- Zahl der Kinder unter 6 Jahren sinkt weiter (nur noch 5,4 % der Bevölkerung).
- Zahl der Hochbetagten (85+) steigt auf 120.246 Personen (+21,6 % seit 2021).
- Besonders viele Hochbetagte in Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick.
Einordnung
Der leichte Einwohnerzuwachs in Berlin wird erneut fast ausschließlich durch internationale Zuwanderung getragen. Gleichzeitig altert die Hauptstadtgesellschaft weiter. Für die Immobilienwirtschaft ergeben sich daraus mehrere Ableitungen:
- Steigende Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum: Besonders in den äußeren Bezirken steigt künftig der Bedarf an seniorengerechten Wohnkonzepten.
- Segmentierung im Neubau und Bestand: Die sinkende Zahl junger Familien könnte langfristig die Nachfrage nach großflächigem, familiengerechtem Wohnraum in bestimmten Lagen dämpfen.
- Integration ausländischer Zuwanderer: Die hohe Zuwanderung bedeutet einen steigenden Bedarf an zusätzlichem und bezahlbarem Wohnraum.
Hier gelangen Sie zur Meldung des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg.