Berliner Baugenehmigungsstatistik per Monat August 2021 – Es geht nicht ohne die Privaten

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat die Zahlen zur kumulierten Baugenehmigungsstatistik per Monat August 2021 vorgelegt. Demnach wurden in Berlin von Januar bis einschließlich August 2021 insgesamt 2.380 Baugenehmigungen erteilt, mit denen 11.945 Wohnungen geschaffen werden sollen. Im Jahr 2021 wurden damit bislang 2.569 Wohnungen weniger genehmigt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (bis August 2020: 14.550 Wohnungen). Das ist ein Minus von rund 21,4 Prozent.

Auch im Bereich der genehmigten Neubauwohnungen ist ein Rückgang um rund 21,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Insgesamt 10.589 der geplanten Wohnungen sollen demnach neu errichtet werden (bis August 2020: 12.907 geplante Neubauwohnungen). Davon entstehen 9.075 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Aufgrund von Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, also beispielsweise durch Dachgeschossausbauten oder Nutzungsänderungen, sollen dem Wohnungsmarkt Stand August 2021 weitere 1.356 Wohnungen zugeführt werden.

Ein Blick in die Baugenehmigungsstatistik unterteilt nach Art der Bauherren zeigt wieder: Es geht nicht ohne die Privaten. Rund 63 Prozent der bis einschließlich August 2021 in Neubauten geplanten Wohnungen werden durch private Unternehmen realisiert. Öffentliche Bauherren, also landeseigene Wohnungsunternehmen werden rund 25 Prozent der genehmigten Neubauwohnungen errichten, private Haushalte ca. elf Prozent.

Anzahl und Anteil genehmigter Wohnungen in Mehrfamilienhäusern nach Art der Bauherren bis einschließlich August 2021

Auch interessant: Private Unternehmen und Haushalte nutzen ihre Bestände wesentlich häufiger, um auch dort zusätzlichen Wohnraum zu schaffen als die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. 1.009 der bis August 2021 im Rahmen von Dachgeschossausbauten genehmigten Wohnungen werden dem Berliner Wohnungsmarkt durch Unternehmen der Privatwirtschaft zugeführt. Das sind rund 74 Prozent der insgesamt durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden genehmigten Wohneinheiten. Auf private Haushalte entfallen mit 226 Wohnungen in diesem Segment weitere 17 Prozent. Die öffentlichen Bauherren sind im Ausbau der bestehenden Wohngebäude deutlich inaktiver: Sie planen hier nur 117 zusätzliche Wohnungen und realisieren damit nur rund neun Prozent der Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden.

Anzahl und Anteil genehmigter Wohnungen im Rahmen von Dachgeschossausbauten nach Art der Bauherren bis einschließlich August 2021