Baupreise steigen weiter – spürbarer Anstieg bei Ausbaugewerken
Teuerung setzt sich fort
Im Mai 2025 lagen die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Berlin um 4,0 % und in Brandenburg um 4,6 % über dem Vorjahreswert. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei den Ausbauarbeiten, deren Preise in Berlin um 5,1 % und in Brandenburg um 4,9 % zulegten. Die Rohbauarbeiten verteuerten sich in Berlin um 2,5 %, in Brandenburg um 4,0 %.
Besonders betroffen:
- Zimmer- und Holzbauarbeiten: +8,1 % (Berlin), +7,1 % (Brandenburg)
- Dämm- und Brandschutztechnik (Berlin): +11,1 %
- Gebäudeautomation (Brandenburg): +10,2 %
- Gas-, Wasser-, Entwässerungsanlagen (Berlin): +10,1 %
- Elektro-/Sicherheitstechnik (Brandenburg): +9,7 %
Nur in Berlin zeigten einige Einzelgewerke leichte Rückgänge (z. B. Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten: –3,4 %; Betonarbeiten: –0,3 %). In Brandenburg dagegen ausschließlich Preissteigerungen.
Fazit
Die aktuellen Zahlen bestätigen: Bauen bleibt teuer, insbesondere bei technischen Ausbaugewerken. Das erhöht den wirtschaftlichen Druck auf Neubauvorhaben weiter – sowohl im frei finanzierten als auch im geförderten Segment. Die Entwicklung zeigt einmal mehr:
- Förderprogramme müssen an die realen Baukosten angepasst werden.
- Effizientere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie Baukostensenkungspotenziale – etwa durch konsequente Nutzung des angekündigten Bau-Turbos durch Bezirke und Kommunen und den Verzicht auf überzogene Standards
Hier gelangen Sie zur Meldung des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg.