Kostenfaktor Graffiti – So steuern Sie gegen

Berlin gilt seit Jahren als Europas „Graffiti-Hauptstadt“. Die Stadt zieht Sprayer aus ganz Europa an und verwandelt Fassaden, Türen und Tore in eine ständige, sichtbare Bühne. Doch dieser negative Trend verursacht auch hohe Schäden und die steigenden Aufwendungen für die Entfernung, Prävention und Schutzmaßnahmen belasten Eigentümer, Verwalter und Unternehmen. 

Wer oder was ist die Sprayer-Szene?

Die Sprayer-Szene ist sehr vielfältig: politisch motivierte Einzelpersonen, ideologische Gruppierungen, Rivalitäten innerhalb der Fan- und Musikszene, Jugendgangs und Einzelsprayer, aber auch der Sprayer-Tourismus aus anderen Ländern tragen zur Entwicklung bei. 

Berliner Hotspots und Schadenssummen

Die Berliner Antigraffiti-Taskforce schätzt den wirtschaftlichen Schaden auf etwa 35–50 Mio. Euro im Jahr. Die Hotspots in der Hauptstadt sind vor allem in Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg und Prenzlauer Berg. Aber auch die Bezirke Mitte, Tempelhof-Schöneberg, Lichtenberg, Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau sind sehr stark betroffen. 

Allein die Deutsche Bahn gibt jährlich rund 50 Mio. Euro deutschlandweit für die Graffitientfernung aus, wovon auf Berlin der erhebliche Teil der Kosten entfällt. 

Veränderung der Motivlage

Waren früher Graffitikunst und die klassischen Motive der Szene der Antrieb zum Sprayen, rückt immer mehr Vandalismus in den Vordergrund. Sprayer verwenden vermehrt Stoffe und Materialien, damit Graffiti schwerer zu entfernen sind, wie z.B. verschiedene Säuren als Beimischung in den Farben, Sprühdosen mit speziellen Sprühaufsätzen und höherem Druck, mit Farbe befüllte Feuerlöscher, usw. Es gibt in Berlin Fachgeschäfte für die Graffiti-Szene, in denen sich Sprayer beraten lassen und die entsprechenden Produkte kaufen können.

Negative Entwicklung

Über die vergangenen Jahre betrachtet, steigt die Anzahl an Graffiti stetig an, wodurch die „Werke“ größer und spektakulärer werden müssen, um noch wahrgenommen zu werden. Die Materialien der Täter werden anspruchsvoller, entfernungstechnisch widerstandsfähiger; dadurch erhöhen sich der Zeit- und Materialaufwand für Fachbetriebe bei einer Entfernung. 

So können sich Hausverwaltungen und Eigentümer schützen

  • Präventiver Schutz für Fassaden und Untergründe:

Modernste Graffitischutzbeschichtungen auf Fassaden, Türen, Toren und anderen Bauteilen reduzieren das Eindringen von Farbpigmenten und erschweren das Durchdringen in den Untergrund. Speziell auf den Untergrund abgestimmt, reduzieren sie den Reinigungsaufwand und die Kosten.

  • Schnelle, fachgerechte Entfernungen: 

Bei Graffiti gilt: Je früher, desto besser. Eine schnelle Entfernung durch Fachbetriebe verhindert mögliche Folgeschäden und minimiert die Folgekosten. Einfaches Überstreichen von Graffiti kann langfristig zu Fassadenschäden führen; falsche Reinigungsmittel, z.B. aus dem Baumarkt, können die Substanz angreifen. Fachbetriebe kennen das richtige Reinigungsverfahren und die passenden Reinigungsmittel für die unterschiedlichen Graffitiarten.

  • Gebäudeversicherungen:

Die Gebäudeversicherung sollte regelmäßig überprüft und an aktuelle Risikofaktoren anpasst werden. Die Deckungssummen an mögliche Schadenshöhen angepasst werden. 

  • Finanzielle Planung und Budgets: 

Serviceverträge können die Kosten für Graffitentfernungen kalkulierbarer machen und eine Alternative zu Einzelentfernungen sein. Serviceverträge reduzieren auch den administrativen Aufwand für die Verwaltung eines Objektes.

 

Weitere Informationen:

https://www.graffitifrei.de/servicevertrag/