BFW begrüßt neuen qualifizierten Mietspiegel für Berlin als wichtigen Schritt zur Transparenz und Rechtssicherheit

Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg erkennt den neuen qualifizierten Mietspiegel für Berlin an und begrüßt, dass nach Jahren von Fortschreibungen und Systemwechseln endlich wieder ein qualifizierter Mietspiegel auf Basis einer umfangreichen Neuerhebung von Daten vorliegt. Dieses rechtssichere, transparente und leicht anzuwendende Instrument zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete spielt eine wichtige Rolle für die Befriedung des Mietwohnungsmarktes und sorgt für einen fairen Interessenausgleich zwischen Mietern und Vermietern. 

Die Arbeitsgruppe Mietspiegel hat intensiv am neuen qualifizierten Mietspiegel gearbeitet. Seit der letzten Neuerstellung im Jahr 2019 sind zahlreiche Gesetzesänderungen und neue Vorgaben für die Erstellung von qualifizierten Mietspiegeln in Kraft getreten, die es zu berücksichtigen und in die bekannte Systematik des Berliner Mietspiegels zu integrieren galt. Aufgrund dieser neuen Vorgaben konnte die für Berlinerinnen und Berliner vertraute Tabellenstruktur allerdings nicht beibehalten werden. Auch zukünftig kann sich diese mit jeder Neuerhebung erneut ändern. Die Arbeitsgruppe Mietspiegel hat aber eine gute und leicht zu verstehende Lösung gefunden, um die ortsübliche Vergleichsmiete der jeweiligen Wohnungen in den verschiedenen Baualtersklassen und Wohnlagen darzustellen.

„Es ist erfreulich, dass Berlin trotz der anfänglichen Verzögerungen im Ausschreibungsverfahren und der zahlreichen neuen Vorgaben in diesem Jahr wieder einen qualifizierten Mietspiegel erhält. Mit der neuen Methode zur Auswertung der Daten ist es gelungen, einen Mietspiegel zu erstellen, der den heterogenen Wohnungsmarkt in Berlin realitätsnah abbildet“, betont Susanne Klabe, Geschäftsführerin des BFW Landesverbandes Berlin/Brandenburg.

Der neue Mietspiegel zeigt auch, dass sich die Berliner Durchschnittsmiete trotz Inflation, Baukostensteigerungen, Fachkräftemangel und hohen Preisen für Handwerkerleistungen im Vergleich zum Übergangsmietspiegel 2023 nur um wenige Cent erhöht hat. Zwar sind die Werte aufgrund des Methodenwechselns und der neuen Tabellenstruktur nicht direkt vergleichbar. Aber auch ein Blick auf die Mietentwicklung einzelner Referenzwohnungen zeigt, dass im Vergleich zum letzten neu erhobenen Mietspiegel 2019 insgesamt pro Jahr nur eine moderate Mietsteigerung erfolgt ist. Dies verdeutlicht, dass neben den landeseigenen Wohnungsunternehmen auch viele private Vermieter mit Augenmaß bei den Mieterhöhungen vorgegangen sind.

„Ein qualifizierter Mietspiegel ist ein unverzichtbares Werkzeug für eine sachliche und transparente Darstellung der ortsüblichen Mieten. Er bietet sowohl Mietern als auch Vermietern eine verlässliche Grundlage und trägt maßgeblich zur Stabilität auf dem Mietwohnungsmarkt und zur Versachlichung der Mietendebatte bei“, erklärt Michael Kranz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BFW Landesverbandes Berlin/Brandenburg und Mitglieder der Arbeitsgruppe Mietspiegel. „Wir sind daher froh, dass endlich wieder ein qualifizierter und rechtssicherer Mietspiegel vorliegt.“

Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg sieht im neuen qualifizierten Mietspiegel einen wichtigen Schritt hin zu mehr Rechtssicherheit und hofft, dass dieser zur weiteren Befriedung des Mietmarktes und zur Schaffung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Mietern und Vermietern beitragen wird.

 

Hintergrund:

Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg e. V. ist seit 70 Jahren der regionale Interessenverband der privaten und mittelständischen Immobilienwirtschaft. Die ca. 250 Mitgliedsunternehmen aus Bestandsverwaltung und Immobilienentwicklung zeichnen für rund die Hälfte aller Wohnungsneubauprojekte und die Verwaltung großer Wohnungsbestände in Berlin und Brandenburg verantwortlich. Sie sind damit Hauptantriebskraft für eine moderne und nachhaltige Stadtentwicklung. Der Verband tritt als gemeinsame Stimme gegenüber Politik und Gesellschaft auf, ist der Beratungs- und Expertenpool für Verbandsmitglieder und Treiber von Innovations- und Zukunftsthemen.