Baugenehmigungszahlen: Positive Tendenz durch Abschreibungen und Zinsprogramm flankieren
Berlin, 17.04.2026. Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen bewertet die aktuellen Baugenehmigungszahlen des Statistischen Bundesamts positiv.
„Grundsätzlich ist eine positive Tendenz bei den Baugenehmigungen eine gute Nachricht, die uns aber nicht über den Ernst der Lage hinwegtäuschen sollte. Fakt bleibt: Es wird immer noch viel zu wenig gebaut. Und genehmigt heißt nicht begonnen. Der eingeschlagene Weg Bauen wieder einfacher und günstiger zu machen, muss konsequent weitergegangen werden“, betont BFW-Präsident Dirk Salewski in Berlin.
„Die Bundesregierung sollte nun klare Signale geben durch erhöhte Steuerabschreibungen für den Wohnungsbau und ein verlässliches Zinsprogramm der KfW. Diese zarten Anzeichen für einen Trendwechsel müssen flankiert werden mit weiteren Erleichterungen für die vielen mittelständischen Unternehmen, die Wohnraum schaffen. Wirtschaftliche Spielräume sind bereits sehr eng und Verschärfungen im Mietrecht wirken sich auf Bestandssanierung und -erhalt negativ aus. Denn die Baumaterialpreise steigen weiter, Finanzierungen werden teurer – die Lage bleibt also angespannt“, so der BFW-Präsident.
Hintergrund:
Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Interessenvertreter der mittelständischen Immobilienwirtschaft gehören derzeit rund 1.600 Mitgliedsunternehmen an. Als Spitzenverband wird der BFW von Landesparlamenten und Bundestag bei branchenrelevanten Gesetzgebungsverfahren angehört. Die Mitgliedsunternehmen stehen für 50 Prozent des Wohnungs- und 30 Prozent des Gewerbeneubaus. Sie prägen damit entscheidend die derzeitigen und die zukünftigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland. Mit einem Wohnungsbestand von 3,1 Millionen Wohnungen verwalten sie einen Anteil von mehr als 14 Prozent des gesamten vermieteten Wohnungsbestandes in der Bundesrepublik. Zudem verwalten die Mitgliedsunternehmen Gewerberäume von ca. 38 Millionen Quadratmetern Nutzfläche.