Deutliche Rückgänge in vielen Teilsegmenten des Berliner Grundstücksmarktes

Aktuell hat der Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin Zahlen zur Entwicklung des Berliner Immobilienmarktes für das 1. Halbjahr 2018 veröffentlicht. Der Vergleich mit dem 1. Halbjahr 2017 zeigt verschiedene rückläufige Entwicklungen. In verschiedenen Teilen stellt dies eine Normalisierung der Marktsituation dar. Der differenzierte Hintergrund einzelner Entwicklungen erschwert eine Bewertung. So sank zum Beispiel die umgesetzte Fläche bei unbebauten Grundstücken gegenüber dem 1. Halbjahr um 45 %. Der entsprechende Geldumsatz ging aber nur um 37 % zurück. Dieses Verhältnis entspricht, stark vereinfacht und von Struktureffekten abstrahiert, einer Steigerung der Baulandpreise von etwa 15 % innerhalb eines Jahres. Dies dürfte im Wesentlichen ein Knappheitsindikator sein. In welchem Verhältnis hier die Verknappung durch tatsächliche Bebauung, bevorstehende Bebauung, langfristig geplante Bebauung oder spekulative Bodenhaltung steht und welche Rolle eine wertsteigernde Planung spielt, geht aus den Daten nicht hervor.

Insgesamt sind am Berliner Grundstücksmarkt im ersten Halbjahr 2018 die Anzahl der Kaufverträge um 8 % und der Geldumsatz um 9 % im ersten Halbjahr 2018 gesunken. Positiv entwickelt hat sich der Umsatz nur bei Ein- und Zweifamilienhäusern (+23 %) und bei gemischten Wohn- und Geschäftshäusern (+16 %). Deutlich rückläufig entwickelt haben sich dagegen Büro- und Geschäftshäuser einschließlich Einzelhandelsobjekte (-39 %). Relativ konstant hat sich der Markt in den Segmenten reine Mietwohnhäuser ohne Gewerbe und bei Eigentumswohnungen gezeigt.

 

 

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