BerlinHyp stellte Wohnmarktreport Berlin 2018 vor

Die BerlinHyp hat am 15. Februar 2018 den jährlich von ihr und dem Immobiliendienstleister CBRE herausgegebenen Berliner Wohnmarktreport vorgestellt. Der Report ist die detaillierteste Untersuchung des Berliner Wohnungsmarktes sowohl hinsichtlich der Marktsegmente als auch der kleinteiligen regionalen Differenzierung. Für den Report wurden u.a. 85.000 Mietwohnungsangebote in Berlin ausgewertet. Nachfolgend die wichtigsten Kernaussagen des diesjährigen Reports:

Auf dem Berliner Wohnmarkt setzte sich auch 2017 der Miet- und Preisanstieg fort .Die Angebotsmieten stiegen im Median um 8,8 %, 2016 waren es noch 5,6 %. Aktuell liegen die inserierten Mieten in Berlin damit durchschnittlich bei 9,79 Euro pro Quadratmeter, wobei die einzelnen Stadtgebiete starke Unterschiede aufweisen. Die Angebotskaufpreise für Eigentumswohnungen erhöhten sich um 12,6 % auf im Schnitt 3.706 Euro pro Quadratmeter.

Der wichtigste Faktor der steigenden Mieten und Preise ist die sehr dynamische Entwicklung Berlins. Bevölkerung, Wirtschaftsleistung und Arbeitsplätze nehmen seit Jahren zu. Entsprechend zeichnet sich auch kein Ende der steigenden Miet- und Kaufpreise in Berlin ab.

Die inserierten Mieten in den einzelnen Bezirken weisen große Unterschiede auf. In Friedrichshain – Kreuzberg, Mitte und Charlottenburg – Wilmersdorf lag die mittlere Angebotsmiete jeweils über 11,00 Euro. Lediglich vier Bezirke am Stadtrand verzeichneten Mittelwerte unter 9,00 Euro; sie alle liegen zu weiten Teilen am Stadtrand. Aber auch in den Stadtrandlagen stiegen die Angebotsmieten als eine Folge der gesamtstädtischen Knappheit durchgängig.

Die Mieten steigen auch im Berliner Umland. Die Landeshauptstadt Potsdam ist der führende Wohnimmobilienmarkt im Umland Berlins – bei den Quantitäten der Angebote und Baufertigstellungen, aber auch bei der Höhe der Angebotsmiete. Für Wegziehende aus Berlin ist Potsdam preislich keine Alternative –2016 lag die mittlere Angebotsmiete in der brandenburgischen Landeshauptstadt über dem Berliner Vergleichswert, 2017 dann erstmals seit Jahren etwas darunter. Hingegen überschritt die Kaufkraft der Potsdamer mit im Schnitt 21.874 Euro pro Einwohner 2017 den Wert der Hauptstadt um 4,3 Prozent. Die Gemeinde Kleinmachnow ist Spitzenreiter hinsichtlich der Kaufkraft im Großraum Berlin (31.474 Euro pro Einwohner) und nimmt mit knapp 4.000 Euro pro Quadratmeter auch den ersten Platz in Bezug auf den Angebotskaufpreis für Ein – und Zweifamilienhäuser im Umland der Hauptstadt ein.

Nachdem das Berliner Neubaugeschehen lange von Eigentumswohnungen dominiert wurde, nimmt der Mietwohnungsbau weiter Fahrt auf. In den für den Wohnmarktreport analysierten 267 Projektentwicklungen sollen mehr als die Hälfte der knapp 35.000 geplanten Einheiten als Mietwohnungen realisiert werden. Die Hälfte aller geplanten Wohnungen entsteht in den Bezirken Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg.

Erneut kennzeichneten steigende Preise und ein knapper werdendes Angebot Berlins Markt für Eigentumswohnungen. Der mittlere Angebotspreis lag in den ersten drei Quartalen 2017 pro Quadratmeter um 12,7 % höher als im Vorjahr. Nicht zuletzt die Verknappung des Angebots beeinflusst die Preise. Die Zahl der inserierten Eigentumswohnungen lag im Erfassungszeitraum 2017 um 12,5 % niedriger als im selben Zeitraum 2016.

Den gesamten Report mit einem Umfang von 90 Seiten finden Sie im Internet unter:

https://www.berlinhyp.de/medias/sys_master/pdf/h92/h4a/8812114903070.pdf

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