Zahl der genehmigten Wohnungen in Berlin per September noch einmal deutlich gesunken

Zahl der genehmigten Wohnungen in Berlin per September noch einmal deutlich gesunken

In Berlin wurden per 30. September 2019 insgesamt 15.324 Wohnungen genehmigt, 10,7 % weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

12.987 Wohnungen werden in neuen Wohngebäuden errichtet, 10,3 % weniger als im Vorjahr.

11.912 der genehmigten Neubauwohnungen entstehen in Mehrfamilienhäusern, 11,2 % weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. 3.189 Wohnungen wurden als Eigentumswohnungen geplant, das sind etwa 27 % der geplanten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Das Niveau bei genehmigten Wohnungen durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, vor allem Dachgeschossausbau oder Nutzungsänderungen, lag mit 3.412 Wohnungen um 8,9 % unter dem Vorjahreswert. Die mit Abstand meisten genehmigten Wohnungen (3.322 WE) liegen im Bezirk Treptow-Köpenick.

Meinung BFW:

Der deutliche Rückgang der genehmigten Wohnungen in den Vormonaten hat sich weiter fortgesetzt. Den Zahlen sind die genauen Gründe nicht zu entnehmen. Dennoch liegt es nahe, dass die investitionsfeindlichen Maßnahmen der rot-rot-grünen Koalition am Wohnungsmarkt deutliche Bremsspuren bewirken.

Dafür spricht, dass die genehmigten Wohnungen der landeseigenen Wohnungsunternehmen um 4,4 % angestiegen, die der privaten Wohnungsunternehmen um 17,2 % gesunken sind. Dennoch tragen diese mit einem Anteil von 72,1 % der per September genehmigten Wohnungen immer noch den Löwenanteil am künftigen Wohnungsbau. Es zeichnet sich jedoch auch ab, dass die Privaten ihre Projekte vom Mietwohnungsbau in den Bereich Eigentumswohnungen verschieben werden. Ein Beleg dafür, dass die Maßnahmen des Mietendeckels die Ursachen verschärfen, nicht lösen.