BFW Gewerbeimmobilientag Berlin

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Muss das Gewerbe dem Wohnungsbau weichen? Rund 80 Immobilienunternehmer haben sich auf dem Gewerbeimmobilientag des BFW mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Verwaltung zu diesem und vielen weiteren Themen ausgetauscht.

Der Gewerbeimmobilientag in Berlin, der vom BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. und dem Landesverband Berlin/Brandenburg organisiert wird, fand bereits zum dritten Mal statt.

„Gewerbeimmobilien sind zentral für die Attraktivität von Wohnstandorten. Deshalb muss die Entwicklung von Gewerbe- und Wohnimmobilien Hand in Hand laufen“, forderte Andreas Ibel, Präsident des BFW Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, in seiner Eröffnungsrede. „Was wir jetzt brauchen, ist eine Überarbeitung der Baunutzungsverordnung, um auch weiterhin einen attraktiven Mix aus Leben, Arbeiten und Wohnen in den Quartieren gewährleisten zu können. Dazu gehören der Abbau der Überregulierung und eine größere Flexibilität, was Nachnutzung und Umwandlung angeht. Denn Gewerbeimmobilien unterliegen einem wesentlich schnelleren Wandel als Wohnimmobilien.“

Iris Gleicke, Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, betonte in ihrem Vortrag den hohen Stellenwert auch von Gewerbeimmobilien: „Natürlich steht angesichts des in einigen Lagen sehr angespannten Wohnungsmarkts derzeit vor allem der immense Neubaubedarf von bezahlbarem Wohnraum im Vordergrund des öffentlichen Interesses. Klar ist aber auch: Die Entwicklung von Gewerbeimmobilien darf darüber nicht aus dem Blick geraten. Dies gilt insbesondere für den dynamischen Wirtschaftsstandort Berlin, in den es jährlich viele Menschen zum Leben und Arbeiten zieht. Besonders junge Unternehmen, die sich wirtschaftlich entfalten wollen, sind auf funktionierende Angebote auf dem Gewerbeimmobilienmarkt angewiesen.“

Wie ein gelungener Standortmix in der Hauptstadt aussehen kann, wurde in einer Gesprächsrunde mit Henner Bunde, dem Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Energie, diskutiert. Ebenso wie in zahlreichen weiteren Gesprächsrunden und Fachvorträgen herrschte unter den Teilnehmern Einigkeit hinsichtlich einer zentralen Fragestellung: Auf die Frage „Gewerbe oder Wohnen“ könne es nur eine Antwort geben – Gewerbe UND Wohnen.